Kunst und Kulturgeschichte treffen aufeinander

Das Nymindegab Museum ist sowohl ein Kunst- als auch ein kulturgeschichtliches Museum. Die Bilder der Künstler mit lokalen Motiven sind im Museum mit lokalgeschichtlichen Gegenständen, einem Wohnhaus, einem tiefer angelegten Nutzgarten und einer Sägemühle gemischt.

An der Einfahrt zum Ringkøbing Fjord und damit zur Handelsstadt Ringkøbing lag über Jahrhunderte der Ort Nymindegab. Hier herrschte reger Betrieb mit den vielen Fischern und den so genannten Ese-Mädchen (sie setzten Köder auf Angelhaken). Im Sommer 1879 kam der junge Kunstmaler Laurits Tuxen hierher und fand eine unberührte Landschaft vor, malerische „Eingeborene“ und reichlich Motive. In der Zeit danach entstand hier in der Gegend eine markante Künstlerkolonie.

Neuumbau und Neueröffnung

Im Nymindegab Museum kann man sich an einer umfangreichen Auswahl der Bilder erfreuen, die die berühmte Künstlerkolonie hervorbrachte. Außerdem werden Gebrauchsgegenstände ausgestellt und Geschichten aus Nymindegab erzählt.

Zu den besonders spannenden archäologischen Funden gehören die Gräber von Lønne Hede aus der Eisenzeit. Man hat hier einige der am besten bewahrten Textilien aus der Eisenzeit ausgegraben. Interessant ist auch der Wikingerplatz bei Henne Kirkeby, wo man vorläufig 375 Werkstatthütten gefunden hat, in denen damals Segel für die Wikingerschiffe gewebt wurden.

Gleichzeitig gehört auch ein Außengelände mit einem Wohnhaus aus den 1930ern zum Museum.

Das Museum wurde im Winter 2019 komplett umgebaut und zur Sommersaison 2020 neu eröffnet.